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12.07.2011

FERGER Metallbau bleibt auf Wachstumskurs

Zwei der Referenzobjekte: der Fernsehsender Sky in München und die Commerzbank in Luxemburg.

Auszug aus dem Marketingmagazin Bauelemente Bau 6/7 2011

 

Erfolgreiche Neuausrichtung

Vor 6 Jahren hat das Metallbauunternehmen FERGER sein Produktprogramm bzw. Vertrieb um-strukturiert. Seither hat das Unternehmen seine bisher breit gefächerte Angebotspalette drastisch reduziert und sich auf die Serienfertigung, sprich die Abwicklung großer Objekte, mit einer Vielzahl gleicher Elemente, spezialisiert. Und fährt offensichtlich gut mit dieser Strategie: unbeeindruckt durch die Finanz- und Wirtschaftskrise konnte der Umsatz wie bisher jährlich im Umfang zwischen acht und zwölf Prozent gesteigert werden. Auch beim Blick in die Zukunft zeigt sich Geschäftsführer Volker FERGER zuversichtlich.

Vor einigen Jahren noch hat sich das Unternehmen aus Winnen im Westerwald als Allrounder im Markt positioniert, konnte der Kunde buchstäblich alles bekommen, was sich aus Systemprofilen fertigen ließ. Heute hat sich das Unternehmen dagegen auf die Serienfertigung spezialisiert, liefert große Stückzahlen zum günstigen Preis. Damit wurden unter anderem der Fernsehsender Sky in München, VW in Wolfsburg oder die JVA´s in Wuppertal und Düsseldorf mit jeweils über 2.000 Fenstern ausgestattet. Für die Aufstockung des Terminals 2 des Flughafens München wurde die großflächige Pfosten/Riegel-Fassade geliefert. Bei der Aus-führung derlei Objekte beschränkt sich das Metallbauunternehmen konsequent auf einfache Lochfenster und Pfosten/Riegel-Fassaden. Keine Ambitionen hat FERGER dagegen, was die Fertigung von Doppel oder punktgehaltener Fassaden, Schrägdächern, Hochhäuser oder komplexer Fensterkonstruktionen angeht. Auch von ganz großen Objekten lässt sich das Unternehmen nicht locken. Bearbeitet werden keine Objekte jenseits der Grenze von 4 Mio. Euro Auftragsvolumen. Die Untergrenze wurde dagegen bei 50.000 Euro gezogen. Bevorzugt wird ein »gesundes Mittelmaß« im Bereich zwischen 500.000 und 1,5 Mio. Euro. Von der Wirtschaftskrise war das Unternehmen nicht, in dem Maße wie viele andere Unternehmen, betroffen. Maß-geblich zur Kompensation beigetragen haben die schon vor etlichen Jahren eingeleitete Internationalisierung des Vertriebes und die Bereitschaft, sich auch mit schwierigen Märkten auseinander zu setzen. So konnte im Zeitraum von 2004 bis 2010 der Umsatz von 12,5 Mio. Euro auf 20 Mio. Euro gesteigert werden. Dabei ist die Belegschaft mit 66 Mitarbeitern weitestgehend konstant geblieben. Schon 2006 wurde in der nigerianischen Stadt Calabar das Business- und Freizeitzentrum Tinapa mit 8.000 qm Fassaden verkleidet. Weitere Objekte folgten.

 

Schon seit einigen Jahren hat sich das Metallbauunternehmen FERGER mit Erfolg auf die Serienfertigung spezialisiert.

Jetzt auf dem neuesten Stand

Parallel zum Ausbau der Märkte hat das Unternehmen in den Standort Winnen investiert. So wurde das Verwaltungsgebäude aufgestockt und um 1.000 qm erweitert. Zudem wurde die Speditions- und Versand-halle vergrößert sowie zwei neue Lagerhallen errichtet. Damit verfügt FERGER heute über eine Produktions-fläche von insgesamt 7.500 qm. Mit der Dämmung der Außenwände und der Montage von Fenstern mit Dreifachverglasung konnten die Energiekosten drastisch reduziert werden. Um die ständige Lieferfähigkeit des Unternehmens zu gewährleisten, hat FERGER seinen Maschinenpark mindestens doppelt belegt: z.B. drei Doppelgehrungssägen und zwei Bearbeitungszentren von Rotox. Daneben wurde in eine ganze Reihe kleinerer, aber intelligenter Maschinen investiert, die für einen Rationalisierungsschub in der Fertigung sorgen. So muss der Mitarbeiter an der Doppelgehrungssäge beim Auflegen schwerer Profile nicht mehr seine Kollegen um Hilfe bitten. Stattdessen wird er durch eine automatische Hebevorrichtung unterstützt. Auch für das Setzen von Pfostenverbindern hat FERGER eine Lösung gefunden, die über eine Digitalanzeige eine schnelle und exakte Positionierung gewährleistet. Zudem ist ein fester Halt der Profile beim Ver-schrauben der Verbinder gegeben. Auf dem Flügelmontagetisch, der ebenfalls aus dem Hause des schwäbischen Tüftlers Ruchser stammt, können alle notwendigen Arbeitsgänge zwischen dem Verpressen und dem Anschlagen der Flügel an einem Arbeitsplatz ausgeführt werden. Die Abtasteinrichtung und Glas-leistensäge sind über eine Folgesteuerung pneumatisch verknüpft, dadurch ist ein zügiges Arbeiten möglich. Darüber hinaus werden die Riegelstangen abgelängt und mit allen notwendigen Satzungen versehen.

 

   

 

 

 

 

Vor kurzem erst hat das Unternehmen in ein neues Prüfzentrum investiert. So können den Kunden die zugesagten Leistungen in Form von Prüfberichten dokumentiert werden.

 

 

 

 

Heute verfügt FERGER über eine Produktionsfläche von insgesamt 7.500 qm.

 

 

Auch in der Schweiz kommt FERGER kontinuierlich zum Zug. Hier konnten unter anderem Aufträge für das Erlebnisbad Aquabasilea in Pratteln oder das Objekt Domino in Bern gewonnen werden. Hornbach-Märkte wurden in Schweden, den Niederlanden, Österreich, Rumänien, Schweiz und Tschechien realisiert.                In Luxemburg das Gebäude der Commerzbank.

 

 

 

Für eine reibungslose und sichere Montage, werden die Elemente grundsätzlich inklusive der Abdichtfolien geliefert.

 

 

 

 

 

 

 

Mit der Investition in eine ganze Reihe kleinerer, aber intelligenter Maschinen wurde für einen Rationalisierungsschub in der Fertigung gesorgt.

 

 

Treue Stammkunden

Für eine stabile Auftragslage sorgt aber auch eine treue Kundschaft, die überzeugt von der gebotenen Qualität und reibungslosen Abwicklung teilweise schon ganze Serien von Objekten gemeinsam mit FERGER abgewickelt hat. »Die von uns gebotene Qualität in Kombination mit der Termintreue macht uns zum gesuchten Partner«, verdeutlicht FERGER. Der Metallbauer ist schon seit 1976 mit dem RAL-Gütezeichen für die Fertigung von Aluminiumfenstern, seit 1998 mit dem RAL-Gütezeichen für die Montage von Aluminium-fenstern und seit 2010 mit dem RAL-Gütezeichen für Aluminium-Fassaden ausgezeichnet. Vor kurzem erst hat das Unternehmen in ein neues Prüfzentrum investiert. Damit reagiert FERGER zum einen auf die wachsende Zahl an Normen und Vorschriften wie z.B. das CE-Kennzeichen, aber auch auf die langen Wartezeiten bei den einschlägigen Instituten. Auf dem 5 mal 5 Meter großen Prüfstand können auch Fassaden auf Wasser- und Winddichtigkeit getestet sowie der Blower Door Test durchgeführt werden. Die so gewonnene Flexibilität wird unter anderem genutzt, um Kunden in Form von Prüfberichten die zugesagten Leistungen zu dokumentieren. Die Ikea-Märkte in Deutschland hat FERGER nahezu alle mit Fenstern und Fassaden ausgestattet, darüber hinaus zahlreiche Hornbach-Baumärkte. Auch für Bosch und das Speditions-unternehmen Dachser wurde eine ganze Reihe von Objekten realisiert. »Diese Stammkundschaft zeichnet sich aber durch hohe Ansprüche aus. Gefragt ist unter anderem eine hohe Liefertreue. Denn bei der Auftragsvergabe steht schon der Termin für die Eröffnung fest. Zeitpläne sind daher strikt einzuhalten, sonst wird's teuer«, erläutert Geschäftsführer Voker Ferger. Dabei kommt dem Unternehmen zugute, dass die Mitarbeiter im Schnitt seit über 20 Jahren für das Unternehmen tätig sind. »Diese Kompetenz schlägt sich in einer reibungslosen Auftragsabwicklung nieder«.

Klare Arbeitsteilung

Der eigene Fuhrpark wurde schon vor etlichen Jahren abgeschafft. Seitdem arbeitet der Metallbauer mit einem festen Speditionspartner zusammen. Ausgeliefert wird generell auf Transportgestellen. Damit ist zum einen eine zügige Entladung möglich, zum anderen wird die Gefahr der Transportschäden deutlich reduziert.

                                                                                                                  

Neues Geschäftsfeld

Für die Zukunft ist Ferger durchaus optimistisch. »Mehr und mehr Unternehmen werden investieren, um Energie einzusparen. Mit der Gründung separater Gesellschaften und der Investition in Solaranlagen will   sich Ferger ein zusätzliches Standbein schaffen. Mit der Ausstattung der eigenen Hallendächer mit Photovoltaikmodulen konnten schon erste Erfahrungen gesammelt werden.